»Ich war immer schon begeistert von der hohen Kunst der Balsamico-Erzeugung. 1984 kam mir dann die Idee, einen Balsamessig aus Äpfeln herzustellen.«

Alois Gölles

Der erste Apfel Balsamessig der Welt

Anfang der Achtzigerjahre stellte Alois Gölles die Frage, die alles verändert hat: Warum nicht Äpfel statt Trauben? 1984 floss der erste Apfel Balsamessig der Welt aus dem Fass. Fünfzehn Jahre lang blieb er allein am Markt. Bis heute folgen wir bei jeder Flasche der Methode, die Alois damals entwickelt hat.

Warum nur alte Sorten ins Fass kommen

Ein Gala oder ein Golden Delicious schmeckt gut aus der Hand aber ist für einen Balsamessig unbrauchbar. Ihm fehlt, was zehn Jahre im Fass überstehen muss: Säure und Gerbstoff.

Maschansker, Rosenapfel und Bohnapfel sind kleiner, härter und deutlich saurer. Sie wurden nie für den Obstkorb gezüchtet, sondern für Most. Genau deshalb halten sie durch. Ihre Säure trägt die Reife, ihre Gerbstoffe geben dem Essig die Struktur, an der das Holz arbeiten kann.

Diese Sorten stehen heute kaum noch in Erwerbsanlagen. Wir pflanzen sie nach.

Aus dem Obstgarten Österreichs

Das Steirische Vulkanland trägt seinen Namen aus der Erdgeschichte. Vulkanausbrüche haben diese Landschaft vor Millionen von Jahren geformt, und was Wind und Wetter seither aus dem Gestein gemacht haben, ist jener fruchtbare Boden, auf dem rund um Riegersburg heute die Obstgärten stehen.

Auf rund zehn Hektar stehen dort unsere eigenen Obstgärten, dazu kommt Obst von Bauern aus der Umgebung, die wir seit Jahrzehnten kennen.

Was im Fass passiert

In unserem Fasskeller in Riegersburg arbeiten rund 1.500 Eichenfässer. Es ist der größte Essigfasskeller Österreichs. Von 225 Litern bleiben über die Jahre etwa 153 Liter, rund ein Drittel verdunstet über das Holz. Was bleibt, ist konzentrierter. Tannine geben Struktur, die Säure rundet sich.

Apfel Balsamessig passt zu Blattsalaten, Mozzarella, Steak und Vanilleeis, und er macht aus Butter eine Balsambutter. Ein paar Tropfen genügen, weil er dicht und mild ist. Wer einen hellen, frischen Essig für Suppen und Tafelspitz sucht, greift zu unserem Apfelessig.

Der Zerstäuber mit 125 ml ist für den feinen Hauch auf das fertige Gericht gedacht, die 250-ml-Flasche für alle, die regelmäßig kochen, und 5 Liter nehmen Vielnutzer und Gastronomie. Da Essig unbegrenzt haltbar ist (die eigene Säure konserviert ihn), kann man ruhig zur größeren Flasche greifen.

Beim Apfelessig wird der Most direkt vergoren, er bleibt hell in der Farbe und fruchtig in der Säure. Beim Apfel Balsamessig wird der Most vor der Gärung eingekocht und anschließend mindestens zehn Jahre im Eichenfass gelagert. Daraus entsteht die dunkle Farbe und die dichte Süße.

Nein. Aceto Balsamico kommt aus Modena und wird aus Trauben gemacht. Unser Apfel Balsamessig entsteht aus eingekochtem Apfelmost, vergoren und mindestens zehn Jahre im Eichenfass gereift. Erfunden 1984 in Riegersburg, im Steirischen Vulkanland.

Nein. Essig schützt sich durch seine eigene Säure, deshalb ist er gesetzlich vom Mindesthaltbarkeitsdatum ausgenommen. In der verschlossenen Flasche hält er unbegrenzt, auch nach dem Öffnen verdirbt er nicht. Mit der Zeit verändert sich höchstens das Aroma, darum dunkel und nicht zu warm lagern. Ein leichter Bodensatz ist kein Mangel, sondern ein Zeichen für einen naturbelassenen Essig.


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Unsere Flaschen reisen versichert in zugelassenen Weinlogistik-Kartons.
Füllmaterial und Schachteln sind kompostierbar oder als Altpapier entsorgbar.

Bezahlen kannst du per Kreditkarte (Visa, MasterCard, American Express), Sofortüberweisung oder PayPal. Alle Preise inkl. MwSt.

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