Klare Brände
Kein Holz, keine Farbe. Bei einem klaren Brand entscheidet allein die Frucht.
Birnenbrand "Williams"
Gesslberger Cuvée
Birnenbrand "Saubirne"
Birnenbrand "Hirschbirne"
Apfelbrand "Maschansker"
Kirschenbrand "Herzkirsche"
Brombeerbrand
BIO Tresterbrand Muskateller
Ein fassgereifter Brand bekommt vom Holz Vanille, Toast und Farbe dazu. Ein klarer bekommt nichts dazu. Was in der Maische war, steht im Glas.
Marillen sind kaum eine Woche lang vollreif. Zu früh geerntete Williamsbirnen haben keinen Duft, zu spät geerntete werden teigig. Saubirne Mitte August, Holler im September, Maschansker im Oktober. Wer den Zeitpunkt verpasst, merkt es später im Glas.
So viel Saubirne braucht es. Bei Brombeeren sind es 29 Kilo, bei Himbeeren 30. Beerenbrände kosten deshalb mehr, und viel gibt es davon ohnehin nie.
Nach dem Brennen kommt der Brand nicht gleich in die Flasche. Im Glasballon gleichen sich Duft und Geschmack an. Danach stellen wir mit weichem Quellwasser auf 40 bis 43 Prozent ein. Gesüßt oder aromatisiert wird nicht.
Sorten, die sonst kaum jemand brennt
Williams und Marille gibt es in jeder Brennerei. Interessant wird es daneben. Die Saubirne, die jahrhundertelang im Futtertrog landete. Die Hirschbirne, klein und gedrungen, aus rauem Klima. Das Kriecherl, das an Böschungen wächst, wo es niemand gepflanzt hat. Die Vogelbeere, roh ungenießbar.
Diese Sorten geben weniger Saft und machen mehr Arbeit. Dafür gibt es sie kaum woanders, und man merkt beim ersten Riechen, warum wir sie brennen.
Häufige Fragen zum klaren Edelbrand
Weil hier die Frucht im Vordergrund stehen soll. Das Fass bringt Vanille, Holz und Farbe mit und überdeckt genau das, was einen klaren Brand ausmacht. Wer Holz möchte, findet es bei den fassgereiften Bränden.
Meist 43 Prozent. Bei einigen Sorten wie dem Gesslberger sind es 40, weil sie damit runder wirken.
Ein bis zwei Jahre im Glasballon, bis Duft und Geschmack zusammengefunden haben. Erst danach wird mit weichem Quellwasser auf Trinkstärke eingestellt und abgefüllt.
Der Williams, weil er die vertrauteste Frucht ins Glas bringt. Wer es herber mag, beginnt bei der Hirschbirne, wer es würzig mag, beim Gesslberger.
Wegen der Menge. Für einen Liter Himbeerbrand werden 30 Kilogramm Früchte gebraucht, bei Brombeeren 29. Bei Kernobst ist es deutlich weniger.
Bei 15 bis 20 Grad, im hohen tulpenförmigen Glas, höchstens bis zu einem Drittel gefüllt. Nicht gekühlt, weil Kälte die Aromen verschließt.
Bitter | Likör | Wermut
Kein reiner Brand. Hier kommen Früchte, grüne Walnüsse oder Wermutkraut dazu.
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